KunstmarktDie
nur rund 50 Galerien im Ruhrgebiet treffen immer wieder auf
vielversprechende Künstler, haben aber oft auf absehbare Zeit keine
Kapazität, diese auszustellen (zum Vergleich: Berlin hat rund 600,
Köln etwa 300 und Düsseldorf rund 200 Galerien).
Deshalb sind Kunstmärkte geplant, für die jeweils vielleicht
2-5 (befreundete / benachbarte) Galerien junge Künstler
auswählen, zu
denen diese Galerien ihre Kunden und Freunde einladen und wo
gleichzeitig auf den eigentlichen Standort der Galerien hingewiesen
wird.
Jeder Kunstmarkt ist also gleichzeitig eine Erweiterung der
Ausstellungskapazität der teilnehmenden Galerien,
Nachwuchsförderung, er trägt zur Wirtschaftlichkeit der
Galerien bei, ist Standortförderung für den Ort, wo die
Galerien eigentlich angesiedelt sind und er greift den alten
Marktgedanken auf, nach dem die Innenstädte schon immer der Ort
waren, an dem ein Konzentrat dessen gezeigt wird, was rundherum in
einer Region passiert.
Und
dadurch, dass 2-5 Galerien unabhängig und nach eigenen
Maßstäben entscheiden, welche Künstler sie einladen,
ist sowohl Qualität, als auch Vielfalt garantiert.
Infos für Galeristen
Wir freuen uns, wenn Sie dieses Angebot nutzen, Ihr Wissen und Ihre
Kontakte einbringen. Bitte keine Angst davor, dass bei jedem Termin ja
auch noch wenige andere Galerien ihre jungen Künstler ausstellen!
Ein breiteres Programm ist für alle von Vorteil, und dieser Ansatz
hat die Chance, mehr Kunstliebhaber zu finden und ein paarmal im Jahr
sehr schöne Kunstausstellungen verkehrsgünstig mitten in der
Innenstadt zu machen - 2 Gehminuten entfernt von den großen
Kundenströmen und mit einer anderen Vor/Nachteils-Kombination, als man sie in anderen Lagen kennt.
Idee: Vielleicht kooperieren jeweils befreundete Galerien und bestreiten einen Termin?
Bitte
sprechen Sie uns an. Dies ist ein gemeinsames Projekt, und wir sind
offen für Ihre Ideen und Beiträge. Bitte tragen Sie sich in diese Mailingliste ein, damit Sie mitbekommen, was besprochen wird.
Ihr Ansprechpartner:
Dirk Bussler, d.bussler@unperfekthaus.de
Telefon 0201-8473513 oder 0151-64717927
Hintergrund und Bericht vom Gedankenaustausch mit Galeristen
Das obenstehende Konzept ist bei einem Gedankenaustausch mit Galeristen
am 9.1.13 entwickelt worden. Hier der Bericht von diesem Treffen:
Auf meine Einladung hatte
ich nur kritische Rückmeldungen bekommen "alles schon versucht,
klappt nicht, wir müssen auch an unseren eigenen Standort denken,
das Ruhrgebiet ist nicht Köln". Weiterer Einwand war, dass man
keine Konkurrenz zur C.A.R.
machen sollte. Am 9.1. dann, in unserer mit 12 Personen sehr
überschaubaren Runde, machten Ricarda Fox und Gerd Schütte
den Vorschlag, Ausstellungsmöglichkeiten für junge
Künstler zu schaffen, denn Galeristen haben ihre Planungen oft
für 12 Monate abgeschlossen und oft keine Möglichkeit mehr,
weitere junge Künstler zu präsentieren.
Diese Basisidee besprachen wir an dem Abend ausführlich und waren
uns einig, dass es keinen Sinn macht, einen Ort zu schaffen, an dem
junge Künstler sich ohne viel Chance auf Publikum
präsentieren. Auch waren wir uns einig, dass Galeristen nur
begrenzt in der Lage sind, solche Ausstellungen zu finanzieren,
personelle Ressourcen zu stellen und dass Galeristen ihre eigene
Wirtschaftlichkeit und die Interessen ihres eigenen Standortes ernst
nehmen müssen.
Ich glaube, dass wir dann zu einer Lösung gekommen sind:
- 2-5 (befreundete / benachbarte) Galerien tun sich
zusammen für eine Ausstellung, auf der sie junge Künstler
zeigen, die sie in ihren eigenen Räumen auf absehbare Zeit nicht
zeigen können.
- Die City-Messehalle als Vermieter trägt das
Risiko voll mit, verzichtet auf eine Raummiete, stellt das Personal
für angemessene Öffnungszeiten und bekommt einen kleinen Teil
dessen ab, was die Galerie an Provision bei einem Verkauf erlöst.
- Die Galeristen laden ihre Freunde und Kunden zu dieser Ausstellung, so dass Publikum sicher ist.
Dieser Ansatz deckt m.E. die Interessen aller Seiten ab:
- Junge Künstler
bekommen Ausstellungsmöglichkeiten, die sonst nicht gegeben
wäre. Publikum ist sichergestellt, weil 2-5 beteiligte Galerien
ihre Kunden und Freunde dazu einladen. Auch vom Unperfekthaus aus
weisen wir unsere 100 bis 350 täglichen Gäste darauf hin,
dass es 3 Gehminuten entfernt eine hochqualitative Ausstellung mit
Künstlern gibt, die bereits von Galeristen vertreten werden.
- Galeristen
bekommen Ausstellungskapazität für Künstler, die sie
sonst mangels Ressourcen nicht zeigen können. Durch die
Ausstellung in der Innenstadt und die Kombination mit dem
Unperfekthaus, das seinen Gästen diese nur 3 Gehminuten entfernte
Ausstellung empfiehlt, besteht die Chance, Menschen für die
Galerie und ihren eigentlichen Standort zu interessieren, die bisher
nicht erreicht wurden. Fixkosten fallen nicht an. Personalkosten fallen
nicht an. Wenn ein Verkauf stattfindet, dann ist das ein Plus für
die Galerie, von dem ein Bißchen bitte an die City-Messehalle als
Raumvermieter abzugeben ist.
- Die City-Messehalle
hat ein weitere Veranstaltungsformat, das zwar experimentell ist und
nach herkömmlichen Maßstäben nicht direkt
gewinnbringend, aber es hat Chancen auch in dieser Richtung. Wir
versuchen immer, für ALLE bestmöglichen Nutzen zu stiften,
inkl. für uns selbst (aber nicht auf Kosten anderer).
- Die anderen Kunst-Ausstellungen in der City
werden rechtzeitig informiert, so dass auch sie von diesen Ausstellung
profitieren und gleichzeitig öffnen können. Vielleicht betten
wir alles wieder in einen ArtWalk ein?
- Für zigtausend Besucher der Essener Innenstadt
entsteht eine Ausstellung, bei der dank der Beteiligung der Galerien
hohe Qualität garantiert ist, mit publikumsfreundlichen
Öffnungszeiten, und bei der Werke auch gekauft werden können.
Die Teilnehmer des Gesprächs habe ich bereits in die
u.g. Mailingliste eingetragen, doch es wäre gut, wenn weitere
Galeristen und Galeristinnen sich ebenfalls hier eintragen, damit wir
in größerer Gruppe planen können. Nächster Schritt
wird die Planung der ersten Ausstellung, dafür werden noch
Galerien gesucht.
To do:
- Bitte tragen Sie sich in diese Mailingliste ein, damit Sie mitbekommen, was besprochen wird.
- Sprechen Sie befreundete Galerien an und tun Sie
sich zusammen, um den jungen Künstlern, denen Sie im Moment "Nein"
sagen müssen, eine solche Ausstellung in der City-Messehalle zu
ermöglichen. Keine Raummiete, keine Personalkosten, wir
übernehmen das, bitten aber um Abgabe eines kleinen Teils Ihrer
Provision, wenn Verkäufe stattfinden. Für Sie ist es in jedem
Fall ein Plus.
- Und wir müssen bitte ganz offen darüber
reden, dass wir als City-Messehalle zwar Pionierphase, Risiken usw.
voll mittragen, aber auch eine kleine Aussicht darauf brauchen, unsere
Kosten decken zu können. Frage wäre also, ob wir einen
kleinen Anteil Ihrer Galeristen-Provision bekommen können, wenn
Werke im Rahmen dieser Ausstellung verkauft werden. Das Ganze wäre
ja in jedem Fall ein Plus für Sie, denn Sie schicken ja
ausdrücklich die Künstler in die Ausstellung, für die
sie sonst keine Kapazität hätten.
Liebe Grüße
Reinhard Wiesemann
P.S.: Diese Konzept ist auch
ideal für Galerien, die sich regional in bestimmten Vierteln
angesiedelt haben, und die nun gemeinsam in der
Fußgängerzone der größten Ruhrgebiets-Stadt auch
für ihr Viertel werben können!
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Termine
- Termine werden mit den beteiligten Galerien abgestimmt und dann hier veröffentlicht.
Mitten in der City Essen
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